Soziales Engagement der Brauchtumsvereine verdient Steuererleichterungen

28.08.2017

Die Verneinung der Gemeinnützigkeit einer Freimaurerloge, die Frauen von der Mitgliedschaft ausschließt, und damit auch die Versagung von Steuervergünstigungen durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs sorgen in der Folge nun für Verunsicherungen. Sowohl Schützenbruderschaften als auch Männergesangvereine und Frauenchöre, die ebenfalls bei ihren Mitgliedschaften ein Geschlecht ausschließen, fragten sich daraufhin, ob sie auch weiterhin als gemeinnützige Vereine von Steuervorteilen profitieren können.

In Nordrhein-Westfalen sind viele solcher Brauchtumsvereine ansässig. Der Minister der Finanzen, Lutz Lienenkämper, hat den Sachverhalt zum Urteil des Bundesfinanzhofs durch sein Haus prüfen lassen. Es kommt zu einem Ergebnis, das ganz klar ausfällt: "Wir lassen unsere Brauchtumsvereine nicht im Stich. Sie werden in Nordrhein-Westfalen weiterhin als gemeinnützig anerkannt. Das Wirken unserer Schützen-, Karnevals- und Gesangsvereine kommt nicht nur deren Mitgliedern, sondern der Allgemeinheit zu Gute", erklärt Lutz Lienenkämper.

"Das Engagement der Vereine für Brauchtum, soziales Miteinander und oft auch karitative Zwecke reicht regelmäßig weit über die Vereinsgrenzen hinaus und verdient daher eine Erleichterung bei der Steuer", so Lienenkämper. Diese Position wird er auch im Bund vertreten.